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Stukturierte Problemlösungs- und Entscheidungstechniken


Aufgrund von Zeitnot werden Probleme + Ursachen nur schlecht analysiert

Der Unternehmensalltag wird häufig als sehr komplex wahrgenommen und verlangt von dem einzelnen Mitarbeiter die Fähigkeit, durch strukturiertes Vorgehen die unterschiedlichen Situationen nach Prioritäten effizient anzugehen. Dazu bedarf es der Kompetenz, Probleme zu lösen, Entscheidungen begründet und sinnvoll zu fällen und diese anschließend wohl geplant in die Realität umzusetzen.

Auf Grund von Zeitnot oder Überbelastung werden Probleme und vor allem ihre Ursachen häufig nur schlecht oder gar nicht betrachtet. Falsche Entscheidungen können fatale Folgen haben und unstrukturierte, oberflächliche Planung führt zwangsläufig ins Chaos. Durch einen Ablauf, welcher den Problemlösungs-, Entscheidungs- bzw. Planungsprozess systematisiert, werden solche Fehler vermieden. Der Betroffene kann sich auch in belastenden Situationen an diese Systematik halten. Sie ist ein Leitfaden, der nicht nur Zeit sparen hilft, sondern auch eine vollständige Betrachtungsweise von Sachverhalten sicherstellt und somit zur Qualität der individuellen Arbeit beiträgt.

Die Methode gliedert sich in vier Teile. Zunächst muss eine umfassende Analyse der vorliegenden Situation vorgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Klassifizierung der Situationen in Abweichungs-, Entscheidungs-, oder Planungssituationen. Für jeden Situationstyp kann im Anschluss daran die entsprechende methodisch unterstützte Analyse durchgeführt werden.

Situationsanalyse

Mit Hilfe der Situationsanalyse sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, die sie betreffende Situationen (Aufgaben) systematisch zu erfassen, die Vorrangigkeiten der einzelnen Situation zu beurteilen und den entsprechenden Denkprozessen zuzuordnen. Außerdem bietet die Situationsanalyse die Möglichkeit, durch bestimmte Fragen unübersichtliche und vielschichtige Situationen in Ihre Teilbereiche zu zerlegen.

Die Vorteile einer systematischen Situationsanalyse liegen in der Hauptsache darin, dass die Mitarbeiter einer Organisation wirkungsvoller miteinander kommunizieren. Somit wird die Vorraussetzung für eine sinnvolle Zielsetzung und Planung geschaffen.

Ursachenanalyse

Die Ursachenanalyse wird angewendet, wenn ein Produkt, eine Sachlage oder eine Gruppenstruktur nicht mehr den vorgegebenen Spezifikationen entspricht. Eindeutiges Indiz hierfür ist eine Differenz zwischen dem Soll- und Ist-Zustand. Erst wenn die Ursache gefunden und beseitigt wurde, kann der Sollzustand wieder hergestellt werden.

Gerade bei komplexen Produkten und Prozessen ist eine strukturierte Ursachenanalyse nötig, um effizient die Sachlage zu bewerten und daraus wirksame Folgeaktionen abzuleiten. Mit Hilfe von Fallbeispielen werden die Teilnehmer an die Methodik herangeführt und können in der Gruppe an Beispielen, die Ihrem Umfeld entsprechen, die Methode anwenden und üben. Dabei wird in den Fallbeispielen mit unterschiedlichen Wissensständen gearbeitet, die die realen Abläufe im Unternehmen widerspiegeln und so eine reale Betrachtung darstellen.

Entscheidungsanalyse (Risikoanalyse)

Mit Hilfe dieser Systematik werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Anhand bestimmter Vorgehensweisen werden alle für die Entscheidung nötigen Informationen gesammelt und gewichtet, wodurch alle Fakten benannt und in den Entscheidungsprozess einfließen. Hierdurch werden Entscheidungen für alle Beteiligten transparenter und für nicht Beteiligte nachvollziehbar.

Jede Alternative die in eine Entscheidung einfließt birgt auch Risiken, die mit Hilfe der Risikoanalyse getrennt betrachtet und beurteilt werden. Mit Hilfe der Risikobewertung kann eine Alternative die ursprünglich favorisiert war, nach ihren Risiken beurteilt, auch ins Hintertreffen geraten. Dies steht im Zusammenhang mit der Risikobereitschaft, die abhängig von verschiedenen Faktoren ist. Dazu gehören neben den heutzutage wichtigen finanziellen und zeitlichen Aspekten auch noch andere Faktoren.

Auch hier wird mit Fallbeispielen die Vorgehensweise praktisch geübt und mit verteilten Rollen vertieft, was bedingt durch unterschiedliche Wahrnehmung und Ausrichtung einer realen Entscheidung sehr nahe kommt.

Plananalyse

Mit Hilfe der Plananalyse oder auch der Analyse Potentieller Probleme werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, die Aus- und Durchführung von Entscheidungen und Aktivitäten abzusichern, so dass sie mit einem Minimum an Risiken beendet werden können. Mögliche Schwierigkeiten und Hindernisse sollen im Vorfeld einer Durchführung identifiziert werden und durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen ausgeschlossen, bzw. begrenzt werden. Zunächst werden alle Planabschnitte auf kritische Planteile überprüft und im Anschluss mögliche Abweichungen, bzw. potentielle Probleme untersucht und entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Die Plananalyse stellt somit von den Inhalten und vom Ablauf eine vereinfachte Fehler-Möglichkeits- und Einfluß-Analyse (FMEA) dar. Somit werden im Seminar Grundlagen für weiterführende Seminare und Anwendungen im Umfeld der FMEA geschaffen, die auch hier durch praktische Beispiele und Übungen vertieft werden.


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